Vor der Reise

«Ich wünsche dir eine schöne Reise, pass auf dich auf – und lass dich nicht entführen ….». Einige meiner Freunde verabschieden mich mit diesen oder ähnlichen Sprüchen, ich lache und winke ab, und doch, zurück bleibt ein komisches Gefühl. Ich habe mich im Vorfeld mit der Thematik Sicherheit befasst, habe die Reisehinweise des EDA studiert, mich mit unseren Partnern vor Ort ausgetauscht und natürlich sind da auch diverse Feedbacks von glücklichen Kolumbien-Reisenden, Kunden, Mitarbeiter und Bekannte. Und trotzdem, eine gewisse innere Unruhe kann ich nicht leugnen. Aber nun ab nach Kolumbien, am besten lasse ich mich vor Ort überzeugen.

Kolumbien. 1. Akt: Koloniale Prunkstücke

Reisebeicht Kolumbien: Villa de Leyva

Erste Einblicke in die riesigen kolonialen Schätze des Landes erhalte ich bereits in Bogota, im Altstadt-Viertel Candelaria. Kopfsteingepflasterte Gassen, hölzerne Balkone, herrschaftliche Häuser mit grosszügigen Innenhöfen, beeindruckende Kirchen. Zeugnisse vergangener Zeiten im Kontrast mit dem hektischen Leben der Hauptstadt.

Vorbei an Feldern, Lagunen, Wäldern und schwarz-weissen Kühen geht’s dann aufs Land. In den malerischen Kolonialstädtchen Villa de Leyva und Barichara scheint es, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Weiss getüncht sind die maximal zweistöckigen Gebäude. Ich lasse mich am Hauptplatz nieder, geniesse einen tinto, typischen kolumbianischen Kaffee, und beobachte das Kommen und Gehen der einheimischen Bevölkerung und der wenigen Touristen.

Kolumbien. 2. Akt: Nah dem Himmel

Reisebeicht Kolumbien: Cocuy

Sechs Tage dauert das Trekking rund um das Gebirgsmassiv Nevado del Cocuy. Fünf Zelt-Übernachtungen auf über 4’000 Meter. Ein stetiges Auf und Ab, höchster Punkt der Reise: 4’800 Meter. Dass es anstrengend sein würde, wusste ich. Aber ich bin wirklich am Limit. Die Höhe, die Kälte, die Enge des Zeltes machen mir zu schaffen.

Nichtsdestotrotz möchte ich keinen Moment missen. Unvergessliche Momente. Stahlblauer Himmel, gigantische Berggipfel, exotische Pflanzen wie die Frailejones. Bis zu fünf Meter hoch werden die «Mönchsgewächse», zu Tausenden sind sie im Nationalpark Cocuy zu bestaunen. Es sind kaum andere Touristen unterwegs, sechs Tage Einsamkeit und Natur pur. Berauscht von den Eindrücken geht es zurück in die Zivilisation. Die Dusche danach ist unbezahlbar.

Kolumbien. 3. Akt: Sonne, Strand und Meer

Reisebeicht Kolumbien: Tayrona

1600 Kilometer Küste, verteilt auf die pazifische und karibische Küste. Da darf auch ein Strandaufenthalt nicht fehlen. Relaxen, gut essen und einfach erholen, welch ein Genuss am Ende einer intensiven Reise. Für klassische Badeferien eignet sich Kolumbien aber nur bedingt, zu wild und zu gefährlich ist das Meer an vielen Stellen der Karibikküste. Eine Hängematte lässt sich trotzdem finden und – verbunden mit Strand-Spaziergängen – auch kleine Buchten mit ruhigem Wasser. Der Tayrona-Nationalpark, auch bekannt als die «Seychellen Kolumbiens», hält all seine Versprechungen und auch östlich davon, im unbekannten Palomino, wartet ein Robinson-Crusoe-Idyll auf sonnenhungrige Geniesser.

Nachtrag

Die unguten Gefühle haben sich innert kürzester Zeit in Luft aufgelöst. Sicherheit ist subjektiv. Ich habe mich sicher gefühlt. Dies auch im Wissen, einen zuverlässigen Partner im Rücken zu haben. Rufen Sie mich an bei Unsicherheiten, gerne diskutiere ich mit Ihnen über dieses Thema.

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Reiseerlebnis
Pulsierende Hauptstadt Kolumbiens, koloniale Schmuckstücke, entlang der Karibikküste

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