Vielfalt im tropischen Land

Es kann losgehen! Meine aktuelle Reise führt mich nach Costa Rica und ich freue mich, die «Schweiz Mittelamerikas» endlich persönlich kennen zu lernen. Frühmorgens stehen wir bereit für den Transfer in den Tortuguero-Nationalpark. Das frühe Aufstehen stört uns – Jetlag sei Dank – nicht im Geringsten, wach sind wir nämlich schon seit einiger Zeit. Die Fahrt führt uns zuerst nach Guapiles, wo uns ein reichhaltiges, einheimisches Frühstück erwartet. Reis und Bohnen stehen auf dem Programm, daran müsste ich mich gewöhnen… Nach dem Besuch einer Bananenplantage wechseln wir vom Bus aufs Boot und fahren zu unserer Lodge, welche sich auf einer Landeszunge, zwischen dem Karibischen Meer und der Tortuguero-Lagune befindet. Der Tortuguero-Nationalpark wurde zum Schutz der Eiablageplätze von Meeresschildkröten gegründet. Sein rund 36km langer Küstenabschnitt gilt als einer der wichtigsten Brutstellen der grünen Meeresschildkröte. Auf Bootsfahrten lernen wir die einheimische Flora und Fauna kennen: Vögel, Affen, grüne Aras, Kaimane, Krokodile, Leguane, Tukane präsentieren sich uns. Nach den Ausflügen geniessen wir die Zeit in der Hängematte oder unternehmen einen Strandspaziergang im dunklen Sand. Bereits zu Beginn der Reise ziehe ich ein äusserst positives Fazit: der Tortuguero-Nationalpark ist eine tolle Kombination aus Regenwald, Bootsfahrten und Karibikflair.

Die Weiterreise erfolgt im Kollektiv-Bus, wo wir schnell in Gespräche mit Einheimischen und weiteren Reisenden verwickelt werden. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in La Fortuna und geniessen die fantastische Sicht auf den Vulkan El Arenal, ein nach wie vor ziemlich aktiver Vulkan, welcher jedoch im Moment keine Lava mehr ausspuckt. Damit wir auf eigene Faust die Gegend erkunden können, übernehmen wir in La Fortuna unseren Mietwagen. Der erste Ausflug mit dem neuen Gefährten führt uns an den Fuss des Vulkans, wo wir zu einer Wanderung über die erkalteten Lavafelder aufbrechen. Ein Stück weiter erwartet uns ein weiterer Höhepunkt: über Hängebrücken spazieren wir durch das üppige Grün des Regenwalds, den Vulkan immer in Sichtweite. Am Ende dieses abwechslungsreichen Tages gönnen wir uns ein Bad in den naturbelassenen Warmwasserbecken im Wald.

Via Alajuela und dem Poas-Nationalpark geht die Reise nun in den Süden. Wir fahren in den Chirripo-Nationalpark, welcher nach dem höchsten Berg Costa Ricas benannt ist. Hier, rund 45km vom Eingang des Nationalparks entfernt, lassen wir uns in der einzigartigen Hacienda Alta Gracia verwöhnen. Die in den Hügeln verstreuten Casitas und Suiten des im Jahre 2015 eröffneten Luxus-Hotels bieten höchsten Komfort und eröffnen einen Panoramablick von den Bergen bis ins Tal. Diverse Ausflüge sind möglich wie die Besichtigung einer Kaffeeplantage, ein Besuch des einheimischen Marktes oder eine Bike-Tour. Weiter besitzt das Resort eine eigene Pferdezucht und eines der grössten Spa-Zentren Zentralamerikas. Wir entscheiden uns für einen Morgenausritt und geniessen dabei die Stille der Natur und die unberührte Weite.

Von der hochgelegenen Hacienda Alta Gracia geht es nun an die Küste. Ein weiterer Höhepunkt wartet auf uns. Eine Tagesfahrt führt uns am Golfo Dulce entlang auf die Halbinsel Osa bis zu unserer Unterkunft, der El Remanso Lodge. Diese familiäre Lodge befindet sich in einem ca. 75 Hektaren grossen Privatreservat, mitten im Regenwald, und verfügt über Wanderwege, wo wir Tages- und Nachtwanderungen unternehmen können. Um Tiere zu entdecken, müssen wir aber nicht weit gehen: bereits beim Frühstück raschelt es in den Bäumen… die Affen finden uns nicht weniger interessant als wir sie. Wir folgen dem Wanderweg zum Meer und geniessen dort den abgeschiedenen Strand mit seinen Gezeitenpools und den Lagunen.

Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug in den Corcovado- Nationalpark. Um möglichst viele Tiere zu sehen, starten wir bereits früh am Morgen. Und wir werden belohnt: Affen, Nasenbären, und verschiedene rote Aras kreuzen unsere Wege. Diese wunderschönen Papageie haben es mir angetan, ihr stolzer Flug, wenn sie meist zu zweit oder auch in Gruppen zwecks Futtersuche von Baumkrone zu Baumkrone fliegen. Nach dem Ausflug geht unser Tag am Pool der Lodge zu Ende. Wir haben müde Beine, sind aber glücklich und lauschen den Geräuschen der Brüllaffen… Pura Vida!

Mit schweren Herzen nehmen wir Abschied von Costa Rica und seinen Bewohnern, den Ticos. Gerne möchte ich eines Tages zurückkehren und mehr von diesem einzigartig schönen Land erfahren!

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